Kommende Konzerttermine

Nidarosdomens Guttekor

24 Jun 2020;Mariendom
19:00
2020 Germany Tour

Tölzer Knabenchor

27 Jun 2020;Semperoper
19:00
Zauberflöte

Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart

28 Jun 2020;Domkirche St. Eberhard
10:00
Gottesdienst

Thomanerchor Leipzig

30 Jun 2020;Klosterkirche St. Maria und St. Georg
18:00
5. Anrechtskonzert

Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart

05 Jul 2020;St. Michael
11:00
Konzert | Konzertmatinee „KinderStimmen immer“

Tölzer Knabenchor

06 Jul 2020;Semperoper
19:00
Zauberflöte

Tölzer Knabenchor

07 Jul 2020;Bayerische Staatsoper
19:00
G. Puccini: Tosca

Tölzer Knabenchor

10 Jul 2020;Bayerische Staatsoper
19:00
G. Puccini: Tosca

Dresdner Kreuzchor - Knabenchor Hannover

12 Jul 2020;Marktkirche
18:00
Knabenchor & Friends

Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart

26 Jul 2020;Domkirche St. Eberhard
10:00
Gottesdienst

Dresdner Kreuzchor

09 Sep 2020;Münster
18:00
Abend mit dem Dresdner Kreuzchor

Knabenchor Hannover - Thomanerchor Leipzig

19 Sep 2020;Marktkirche
18:00
Knabenchor & Friends

Regensburger Domspatzen

24 Okt 2020;Dom von St. Blasien
16:00 17:00
St. Blasien, Schwarzwalddom

Knabenchor Hannover - Regensburger Domspatzen

28 Okt 2020;Propsteikirche Basilika St. Clemens
19:30
Knabenchor & Friends

Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart

06 Dez 2020;Domkirche St. Eberhard
10:00
Gottesdienst

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Entscheidung in Berlin!



Folgende Pressemitteiliung gibt das Verwaltungsgericht Berlin, Kirchstraße 7, 10557 Berlin, heraus:

 

Staats- und Domchor Berlin: Mädchen kann keine Aufnahme in Knabenchor beanspruchen

Pressemitteilung vom 16.08.2019

Die Ablehnung der Aufnahme der 9-jährigen Klägerin in den bisher nur mit Knaben besetzten Staats- und Domchor Berlin ist rechtlich nicht zu beanstanden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.

Die Klägerin begehrt die Aufnahme in den Staats- und Domchor, über den die Beklagte die künstlerische Aufsicht führt. Der Domchor ist bisher nur mit Knaben besetzt worden; Mädchen ist bislang der mit dem Domchor kooperierende Mädchenchor der Singakademie zu Berlin e.V. vorbehalten. Ende 2018 bat die Mutter der Klägerin die Beklagte dennoch um Aufnahme ihrer gesanglich vorgebildeten Tochter in den Staats- und Domchor, da die in der Singakademie vermittelte Förderung hinter jener im Domchor zurückbleibe. Daraufhin lud die Beklagte die Klägerin zu einem Vorsingen ein. Der Leiter des Staats- und Domchors lehnte das Mädchen allerdings unter anderem mit der Begründung ab, ihre Motivation für einen Einstieg in den Domchor genüge nicht. Auch fehle es an einer Grundlage für ihre Ausbildung. Gegen diese Ablehnung setzt sich die Klägerin vor dem Verwaltungsgericht zur Wehr. Sie sieht in ihrer Ablehnung eine geschlechtsspezifische Diskriminierung, die ihren Anspruch auf gleiche Teilhabe an staatlicher Leistung und Förderung verletze. Dem tritt die Beklagte entgegen. Sie wendet ein, dass die Ablehnung der Klägerin nicht allein auf ihr Geschlecht zurückgehe.

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts hat die Klage abgewiesen. Der Klägerin die Aufnahme in den Chor der Beklagten zu versagen, sei rechtmäßig und verletze die Klägerin nicht in ihren Rechten, insbesondere nicht in ihrem Anspruch auf diskriminierungsfreien Zugang zu öffentlichen Einrichtungen. Der Domchor sei als öffentliche Einrichtung einzustufen. Die Zugangsversagung erweise sich hier allerdings nicht als rechtswidrig. Diese sei wegen der Kunstfreiheit der Beklagten und vor allem des Chorleiters gerechtfertigt. Davon sei gedeckt, die Ausrichtung und das Klangbild eines Chores, hier: als Knabenchorklang, zu bestimmen. Auch wenn das keine spezifische Anknüpfung an das biologische Geschlecht bedeute, führe das Anstreben eines solchen Chorklangbildes zwar dazu, dass aufgrund bestehender anatomischer Unterschiede dieser Klang ungleich häufiger von Jungen als von Mädchen erzeugt werden könne. In diesem speziellen Bereich überwiege die Kunstfreiheit in der Abwägung jedoch das Recht, eine mittelbare Ungleichbehandlung abwehren zu können. Zur Überzeugung der Kammer sei die Klägerin schließlich nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern deshalb abgelehnt worden, weil sie nach der Bewertung des Chorleiters dem gewünschten Klangbild nicht entsprochen habe.

Wegen grundsätzlicher Bedeutung der Sache hat die Kammer die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen.

Urteil der 3. Kammer vom 16. August 2019 (VG 3 K 113.19)

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